Home » Allgemein » Kleinod Ruhlsdorfer Bruch

Archiv

StorchenCam

Netcam

Kleinod Ruhlsdorfer Bruch

Am 03.06.2023 lud die Naturparkverwaltung zu einer geführten Wanderung in das Ruhlsdorfer Bruch ein.

Etwas versteckt liegend, offenbaren sich die Schätze dieses Landstriches meist nur Ortskundigen. Und so fanden sich am Samstag einige Interessierte ein, um durch die Landschaft geführt zu werden.
Denn wieder einmal zeigte es sich, dass man zwar gut allein die Natur bewundern und genießen kann, es aber interessanter werden kann, wenn Fachleute dabei sind.
So erläuterte Sandro Knick von der Naturparkverwaltung geduldig die Maßnahmen, die bisher dort unternommen wurden, um die Landschaft zu erhalten bzw. den Zustand zu verbessern.


Gerade bei den Einheimischen war die Neugier groß, wozu Hecken und Obstbäume zwischen dem Bruch und den Feldern gepflanzt wurden. Die dienen in erster Linie als Abgrenzung zu bestehender Landwirtschaft und Schutz des Trockenrasenbiotops, aber auch als Lebensraum für Vögel und Insekten. Während der Erläuterungen lobte Sandro Knick aber auch die ortsansässigen Landwirte, die mit moderner Technik mittlerweile dazu beitrugen, dass kaum noch Dünger in das Bruch eingetragen wird.

Viel zu erzählen hatte auch Norbert Wedl, der das Moor seit Jahrzehnten aktiv hegt und pflegt. Denn ohne diese Pflege würden wir heute nicht diese Artenvielfalt bewundern können. Auch Norbert beantwortete jede Frage geduldig und konnte auch jedes Pflänzchen namentlich benennen.

Das Moor wurde praktisch jahrhundertelang von Bauern als Wiese genutzt, um Heu für den Winter zu machen. Durch diese Mahd wurde das Schilf klein gehalten und Verbuschung und das Ansiedeln von Erle und Co. verhindert.
Zu DDR-Zeiten wurden die Wiesen nicht mehr genutzt und Erle und Schilf nahmen den Raum ein. Nach der Wende setzen sich Naturschützer dafür ein, das Moor durch Pflegemaßnahmen(Mahd, Schafbeweidung) und Rückbau der Erlen wieder in den alten Zustand zu versetzen. Diese Maßnahmen zeigten Erfolg, so dass wir sehr viel Arten hier vorfinden. Und gerade Anfang Juni sieht man das Moor regelrecht aufblühen, da hier die Orchideen in voller Pracht stehen. Diese Orchideen sind das Ergebnis der jahrelangen Pflege der Wiesen.

Eine Wanderung entlang der Moorkante lohnt sich also immer wieder, gerade aber im Juni.

Hier gibt es weitere Informationen zum Ruhlsdorfer Bruch.


Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert