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Antrittsschreiben des neuen Ortsvorstehers

Liebe Einwohner von Hohenstein, Gladowshöhe und Ruhlsdorf,
als neuer Ortsvorsteher des Ortsteils möchte ich dieses Medium nutzen, um ein paar Worte an Sie zu richten.

So frisch gewählt, lässt sich ja noch nicht viel zu zurückliegenden Punkten sagen, deshalb werde ich später noch darauf eingehen, was sich der Ortsbeirat für die Zukunft so vorgenommen hat.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich für die gute Wahlbeteiligung und die Wahl des Ortsbeirates bedanken.
Mit so einer Wahl hat ja jeder Einzelne so seine Erwartungen an diejenigen, denen er seine Stimme gibt. Aus diversen, persönlichen Gesprächen weiß ich, dass da die Erwartungshaltung recht hoch ist und man doch recht genau schaut, was der „Neue“ so macht.

Das wiederum bedeutet, dass ich mir auch persönlich die Messlatte recht hoch hänge und versuchen werde, dem gerecht zu werden.
Man muss mir aber nachsehen, dass ich als Neueinsteiger in die Lokalpolitik noch nicht ganz sattelfest bin und sozusagen das Reiten erst noch erlernen muss.

Wie stellen wir uns nun die zukünftige Arbeit im Ortsbeirat vor?

Zuerst ist zu sagen, dass wir keineswegs alles bisherige umstürzen werden. Wir werden da anknüpfen, wo der vorherige Ortsbeirat mit Herrn Dr. Krüger geendet hat.

Den guten Kontakt zur Stadtverwaltung werden wir weiter pflegen und ausbauen. Hohenstein soll zukünftig wieder bekannter werden. Und dass nicht nur durch den Genmais. Dazu werden wir uns auch verstärkt in die Politik in der Stadtverordnetenversammlung und in den Ausschüssen einbringen.
Die Leute in Strausberg sollen bemerken, dass Gladowshöhe, Hohenstein und Ruhlsdorf auch noch zu Strausberg gehören.

Was planen wir zukünftig im Ortsteil Hohenstein?

In Hohenstein werden wir gemeinsam mit Herrn Dr. Krüger die Aufstellung des Ge-denksteins für die Kriegsopfer weiter voran bringen. Vielleicht gelingt uns das noch in diesem Jahr, dass wir dieses Projekt abschließen können.
Kurzfristig werden wir uns dafür einsetzen, dass die Klosterdorfer Straße repariert wird. Laut Aussage der Verwaltung sind hier aber nur punktuelle Instandsetzungen möglich, die der Gefahrenabwehr dienen. Eine komplette Sanierung ist leider nur mit Kostenbeteiligung der Anlieger möglich, was wahrscheinlich an denselben scheitern wird.

In Gladowshöhe hat der sichere Schulweg für die Kinder eine hohe Priorität. Hierzu wird es noch Gespräche mit der Stadtverwaltung geben, inwieweit dort ein Fußweg entlang der Straße errichtet werden kann.

An dieser Stelle können wir fast nahtlos zu einem anderen Thema übergehen:

Ich möchte es einmal die „brandenburgische Lethargie“ nennen, die in vielen Dörfern grassiert.
Damit meine ich den Umstand, dass viele Leute hier leben, aber nur wenige etwas für ihr Umfeld tun.

Es interessiert viele nicht mehr, was außerhalb ihres Grundstücks vor sich geht. Sie leben zurückgezogen und kommen nur hervor, wenn es was zu meckern gibt.

Dabei ist es doch ihr Umfeld, ihr Dorf, was eigentlich ihren Lebensmittelpunkt ausmachen sollte. Wenn das Umfeld angenehm und wohnlich ist, dann steigt doch auch die Lebensfreude im privaten Bereich.
Ich verlange ja nicht, dass hier jeder vor seiner Haustür dreimal am Tag harkt. Nein, das wäre Unsinn. Man kann sich aber  vielfältig engagieren und bricht sich trotzdem keinen Zacken aus der Krone. Wenn jeder nur ein klein wenig macht, verteilt sich die Arbeit auf viele Schultern und wir können so unser Wohnumfeld mit wenig Aufwand sehr schnell verbessern.
Und es ist an dieser Stelle einfach mal fehl am Platz, auf Hilfe von außen zu warten. Die Stadt Strausberg kann auch nur das Gröbste und damit ihre Pflichtaufgaben erfüllen. Wenn wir selbst in einem angenehmen Umfeld wohnen wollen, dann müssen wir schon etwas mehr Engagement von allen einfordern, das am Ende doch auch jedem zugute kommt.

So einige haben das schon erkannt und setzen sich in ihrer Freizeit dafür ein. So sind es Einzelne, die mit helfender Hand und auch Technik ihren Beitrag leisten. Aber auch der Siedlerverein in Gladowshöhe und der Dorfverein in Hohenstein sind hier erwähnt, weil die Mitglieder sich für die Dorfgestaltung und das Miteinander leben im Dorf einsetzen. Ich erinnere nur an das Siedlerfest und das Erntefest, welche man auch als kulturelle Höhepunkte bezeichnen kann.
Die Vorbereitung und Durchführung solcher Events sind mit viel Arbeit und Engagement verbunden. Und in den Vereinen wird man sich sicher freuen, wenn sich noch Leute finden, die mithelfen wollen.
Gerade, wenn in diesem Jahr das 15. Erntefest nach neuer Zeitrechnung ansteht. So eine Jubiläumsveranstaltung soll natürlich besser und schöner werden, als die Feste, die bisher da waren. Wer Ideen hat oder sich einfach nur an der Vorbereitung beteiligen möchte, kann das gern tun.


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