ChronikHistorisches aus Hohenstein Nachfolgende Texte entstammen einem älteren Dokument, in dem sich jemand vor unserer Zeit schon die Mühe gemacht hat und wichtige geschichtliche Eckdaten zusammengetragen hat. 1. Aus der älteren Zeit Hohensten hat 62 Hufen, wovon 4 zur Pfarre, 1 zur Kirche gehören. An Pacht gibt jede Hufe je 4 Scheffel Roggen und Hafer(an den Landesherrn), mit Ausnahme von 9 Hufen, von welchen Jacob Hafelberg die Pacht von denen von Eppe(?) zu Lehen hat. Jede dieser Hufen gibt 5 Schillinge als Zins; zur Bede außerdem jede Hufe 2,5 Schilling und ein Viert Roggen, 1 Viert Gerste und 0,5 Sch. Hafer. Zum Zins gibt jede der anderen Hufen 18 Dinare, zur Bede 3 Schilling mit 3 Denaren. Drei Hufen geben zusammen je 1 Sch. Roggen und Gerste sowie 2 Sch. Hafer. Vorhanden sind 13 Kossäten von denen jeder 2 Schilling und 1 Huhn gibet. Bis zum Jahre 1450 haben die von Krummensse alle Abgaben im Dorfe an sich gebracht und es gehört ihnen ganz allein. 1542 sitzen Ebel und caspar von Krummensee zu Hohenstein und nach dem Lehnbrief von 1610 gehörte der Familie das Dorf “ohne jeden Vorbehalt”. Die bald danach beginnende schwere Zeit des 30jährigen Krieges muß im Zusammenhang mit den Geschehnissen der Stadt Strausberg betrachtet werden; auch Hohenstein kam an den Rand des Verderbens. Im Dorfe lag lange Zeit eine Kompanie des bösen Schierstädt’schen Reiterregiments unter Rittmeister Wolf Siegmund von Lüchow, die es ganz aussog. Das Kriegsschädenprotokoll von 1634 berichtet, dasß damals von 57 Bauernhufen 24 wüste waren; 2 Kössäten wohnten am Dorfe. Es waren dauernd schwere Abgaben zu leisten, welche die Dorfbewohner nach Strausberg, Wriezen und Eberswalde zu schaffen hatten. Bei den “Durchzügen der Kgl. Schwedischen Armee wäre verreichet(gereichet, geliefert), aber davon keine Quittung vorhanden”. Soviel an Quittungen nachgewiesen werden konnten, betrugen die damaligen Branschatzungen: Als 1652 der Landreiter nach Hohenstein kam, um die Verhältnisse zu überprüfen, fand er nur noch 3 Einwohner(d.h. Bauernfamilien von vorher 13) und 5 Knechte. Auch die Dorfherren hatten ihre Einnahmen verloren. Schon 1646 verpfändeten die von Krummensee die eine Hälfte ihres Besitzes an Botho von Trotte, der sie 1658 lehnsamtlich zugeschlagen erhielt, sie aber zwei Jahre später an den Oberpräsidenten Otto von Schwerin. Die andere Hälfte hat Schwerin am 29. Juli 1676 von dem zu Neuenhagen bei Freienwalde wohnenden Hilmar Ernst von Krummensee, der damals Hauptmann der kurfürstlichen Ämter Freienwalde, Neuenhagen und Schwedt war, erworben. -wird fortgesetzt- |
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